Was ist Gehörbildung?
Für das Musizieren gilt es immer wieder neu, die Grundbausteine der Musik bewusst zu hören und unterscheiden zu lernen. Jedem Intervall wohnt ein eigener Charakter inne und jede Tonart hat ihr eigenes Temperament.
Täglich ist der Mensch von vielen Geräuschen und Klängen umgeben. Eine wahre Reizüberflutung dringt von frühester Kindheit an zu unserem Ohr, nicht nur Musik oder was dafür gehalten wird.
Das Gehör ist das erste Sinnesorgan des Menschen. Es wird bereits im Mutterleib voll ausgebildet und ist eng verbunden mit der Fähigkeit zur inneren und äusseren Balance. Kinder lieben also Geräusche aller Art, noch mehr aber lieben sie von Natur aus gute Klänge und können schon recht früh verschiedene Intervalle erleben und sehr früh einige davon nachsingen. Das Singen mit Kindern ist von unschätzbarem Wert für die Gesamtentwicklung der Persönlichkeit. Über die Stimme und Sprache teilen sich wichtige Stimmungen und Gefühle mit, die direkt in die kindliche Seele eindringen, Ihnen Trost und Geborgenheit aber auch Aufmerksamkeit und Wachheit schenken.
Andererseits ist das Hören in der älteren Pädagogik auch negativ besetzt gewesen: "Wirst Du wohl Hören"? (=gehorchen).
Das musikalische Gehör bildet sich am Besten durch das Musizieren selbst aus, darüber hinaus verhelfen spezielle Hör-Übungen zu einer viel bewussteren und intensiveren Wahrnehmung von Musik.
In meiner Konzeption der Gehörbildung arbeite ich neben klassischer Methodik auch mit Wahrnehmungsübungen in Form von Assoziationen und Gesten.
|